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Hautkrankheiten, Teil 2: allergische Hautkrankheiten

Die atopische Dermatitis

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Allergische Hautkrankheiten, die durch Hausstaubmilben, Vorratsmilben oder Blütenpollen hervorgerufen werden, nennen wir atopische Dermatitis. Beim Menschen wird diese Allergieart auch Neurodermitis genannt. Katzen, die an einer Pollenallergie leiden, zeigen im Winter keine Symptome, sondern nur in der Blühsaison der jeweiligen Pflanze. Bei Hausstaub- und Vorratsmilbenallergien können die Symptome eher das ganze Jahr beobachtet werden. Hausstaubmilben sind überall im Wohnbereich der Häuser zu finden, vermehrt aber in Teppichen, Textilien, Sitzmöbeln und im Bett (Matratze, Duvet, Kissen). Bis zu 15 Millionen Hausstaubmilben können sich in einem Bett tummeln. Sie leben von den menschlichen Hautschuppen. Die Milben selbst befallen uns oder die Katzen jedoch nicht, sondern es ist der Hautkontakt mit kleinen Milbenpartikeln oder das Einatmen derselben, was die Allergie auslöst.

Betroffene Katzen zeigen dabei Juckreiz, und die Hautveränderungen können gleich aussehen wie bei einer Floh- oder Futterallergie, was das Ganze nicht einfacher macht. Die Diagnose einer atopischen Dermatitis kann deshalb sehr langwierig sein und beruht meist auf Ausschluss der anderen möglichen Allergieformen. Um herauszufinden, auf welches spezifische Allergen (welche Milben- oder Pollenart) die Katze allergisch reagiert, kann man eine Blutuntersuchung und einen Intradermaltest durchführen. Beim Intradermaltest wird die Katze auf einer Körperseite geschoren, und mit einer feinen Nadel werden einzeln die möglichen Allergene in die Haut hinein (intradermal) gespritzt. So kann genau beobachtet werden, auf welches Allergen die Katze reagiert. Hat man die Milben- oder Pollenart einmal herausgefunden, ist es möglich, die Katze mit regelmässigen, stark verdünnten Injektionen genau dieses Allergens langsam an diesen Stoff zu gewöhnen, sodass sie nicht mehr allergisch reagiert, sondern ihr Immunsystem das Allergen als "nicht schlimm" akzeptiert. Diese Therapieform nennt man Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung. Sie wird auch beim Hund mit atopischer Dermatitis oder beim Menschen mit Heuschnupfen angewandt.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 2 / 2003
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
med. vet. Christina Sigrist