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Hautkrankheiten, Teil 2: allergische Hautkrankheiten

Psychogene Alopezie und psychogene Dermatitis

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Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser Hauterkrankung NICHT um eine Allergie, und darum passt dieses Krankheitsbild eigentlich nicht zum Titel dieses Artikels. Aber da Katzen mit einer Allergie oder psychischen Problemen genau dieselben Symptome haben können, werde ich hier trotzdem kurz darauf eingehen.

Die psychogene Alopezie und psychogene Dermatitis kommt im Vergleich zu den allergischen Hauterkrankungen bei der Katze viel seltener vor. Darum soll man zuerst immer an eine allergische Grundursache der Hautveränderungen denken und diese abklären, bevor man dahinter ein psychogenes Problem vermutet. Die psychisch verursachte Alopezie (Haarverlust, Kahlheit) wird durch exzessives Leckverhalten verursacht. Wenn die Katze auf der kahlen Haut mit ihrer rauen Zunge weiterleckt, kann dies eine Dermatitis (Hautentzündung) verursachen.
Das Putzverhalten von Katzen kann sehr unterschiedlich sein. Einige sind da eher fauler, andere wiederum sind sehr heikel und scheinen sich viel zu putzen. Oft ist es schwierig zu unterscheiden, was beim Putzverhalten noch normal und was zu viel ist. Aber wenn auf Grund des starken Leckens Hautveränderungen auftreten, ist das sicher zu viel. Theoretisch kann sich die Katze überall kahl lecken, wo sie wegen ihrer Beweglichkeit hinkommt. Am häufigsten sind aber der hintere Rücken, der Bauch und die Innenschenkel betroffen - genau diejenigen Stellen, die auch auf Grund von Allergien kahl geleckt werden können. Die Haare können weggeleckt, abgebissen oder sogar mit den kleinen vorderen Zähnen ausgerissen werden (das gilt übrigens auch bei den Allergien). Typischerweise machen Katzen das meist heimlich. Sensible Katzen sind natürlich prädisponiert, sie sind also von diesem Problem eher betroffen. Es kann Ausdruck von Angst und Unwohlsein sein, das zu diesem Fehlverhalten führt. Meistens sind es aus Menschensicht Kleinigkeiten, die dafür verantwortlich sind, dass feinfühlige und sauberkeitsliebende Katzen aus dem Gleichgewicht geworfen werden können. In diesem Fall ist eine gute Beratung durch eine tierärztliche oder tierpsychologische Fachperson unbedingt empfehlenswert.

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 2 / 2003
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
med. vet. Christina Sigrist