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Herzerkrankungen, Teil 1: angeborene Herzkrankheiten

Missbildungen der elektrischen Fasern

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Jedes Herz braucht einen Herzschrittmacher, der dafür sorgt, dass das Herz immer schlägt, bei vermehrter Anstrengung schneller und im Schlaf ruhiger. Der Stromimpuls des   Schrittmachers muss auf exakt geordneten Bahnen über das ganze Herz verteilt werden, damit das Herz synchron und effizient schlagen kann. Angeborene Herzfehler können auch diese elektrischen Bahnen betreffen, mit dem Resultat, dass sich der elektrische Impuls verselbstständigt. Bei betroffenen Tieren schlägt das Herz plötzlich und ohne ersichtlichen Grund sinnlos schnell (Abb. 3). Wenn ein Herz viel zu schnell schlägt, fliesst momentan praktisch kein Blut mehr. Die unmittelbare Folge davon ist, dass ein Tier Schwäche mit blassen Schleimhäuten zeigt. Wenn ein Herz sehr häufig grundlos viel zu schnell schlägt, führt dies mittelfristig auch zu einer irreparablen Schädigung des Herzmuskels.

Ausschnitt aus einem 24-Stunden-EKG bei einer Katze.
Bild Ausschnitt aus einem 24-Stunden-EKG bei einer Katze
Abbildung 3
Ausschnitt aus einem 24-Stunden-EKG bei einer Katze. Die ersten Schläge sind normal. Ohne ersichtlichen Grund beginnt dann das Herz plötzlich ganz schnell zu schlagen (etwa 300/min). Während einer solchen elektrischen Störung kann das betroffene Tier ausgeprägte Schwäche oder sogar einen Kollaps und blasse Schleimhäute zeigen. Wenn eine solche Rhythmusstörung nicht jeden Tag auftritt, ist sie auch mit einem 24-Stunden-EKG oft sehr schwierig zu entlarven.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 5 / 2003
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Tony Glaus
Leiter Abteilung für Kardiologie
Tierspital Universität Zürich