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Herzerkrankungen, Teil 1: angeborene Herzkrankheiten

Diagnose von angeborenen Herzfehlern

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Ein angeborener Herzfehler kann vermutet werden, wenn ein Welpe sich nicht normal entwickelt und wenn ein Jungtier nicht normal belastbar ist, beispielsweise beim Spielen zu schnell eine Atemnot zeigt. Bei manchen, aber nicht allen Herzfehlern, kann der Tierarzt mit dem Stethoskop ein abnormales Herzgeräusch oder einen abnormalen Rhythmus hören. Um im Verdachtsfall eine exakte Diagnose stellen zu können, wird ein Röntgenbild und idealerweise eine Herzultraschalluntersuchung durchgeführt (Abb. 1). Dadurch kann man nicht nur den Fehler genau identifizieren, sondern auch den Schweregrad quantifizieren und die Auswirkungen auf das Herz - also den Grad der Kompensation oder Dekompensation - feststellen. Die exakte Diagnose von Rhythmusstörungen erweist sich mittels eines einfachen EKG manchmal als schwierig, weil Rhythmusstörungen nur zeitweise vorkommen können. Eine zusätzliche Möglichkeit bietet das 24-Stunden-EKG (Abb. 3).

 

Behandlungsmöglichkeiten angeborener Herzfehler

Während beim Hund angeborene Herzfehler oft mittels minimal-invasiver Kathetermethoden behoben werden können, werden ähnliche Behandlungen bei Katzen selten durchgeführt. Ein Grund dafür ist, dass behandelbare Fehler bei der Katze nicht oft gefunden werden. Auch bei Katzen machbar ist aber beispielsweise der Verschluss von Verbindungen zwischen den grossen Gefässen (Abb. 2). Bei den Fällen mit undichten Klappen oder Septumdefekten beschränkt sich die Behandlung auf die Gabe von Herzmedikamenten, mit dem Ziel, die Dekompensationserscheinungen zu mildern und die Lebenserwartung bei guter Lebensqualität zu verlängern.

 

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 5 / 2003
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Tony Glaus
Leiter Abteilung für Kardiologie
Tierspital Universität Zürich