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Herzerkrankungen, Teil 1: angeborene Herzkrankheiten

Herzerkrankungen können angeboren oder erworben sein. Bei angeborenen Erkrankung nimmt man häufig an, dass sie genetisch bedingt, also erblich sind. Dies stimmt nicht in jedem Fall. Wenn ein Muttertier während der Trächtigkeit erkrankt, kann dies Schäden beim Foeten bewirken, ohne Auswirkungen auf sein Genmaterial zu haben. Andererseits sind nicht bei allen Erbkrankheiten bereits bei der Geburt Krankheitszeichen vorhanden, d. h., eine solche Krankheit ist zwar erblich, aber nicht angeboren. Schliesslich können gewisse Erbfehler durch eine so genannte Mutation im Erbmaterial auch erst beim Foeten neu entstehen. In diesem Fall hat das Tier zwar einen erblichen Fehler, diesen aber nicht von seinen Elterntieren erhalten.
Damit Erbfehler möglichst wenig verbreitet werden, nehmen pflichtbewusste Züchter/innen Tiere mit angeborenen Krankheiten aus der Zucht, auch wenn nicht in jedem Fall bewiesen ist, ob ein Erbfehler vorliegt. Das betroffene Tier kann jedoch je nach Art und Schweregrad eines Fehlers dennoch ein normales Leben mit einer normalen Lebenserwartung führen. Es gibt also gute Gründe, Tiere mit einem angeborenen Defekt aus der Zucht zu nehmen, aber keinen Grund, jedes dieser Tiere vorzeitig einzuschläfern.
Angeborene Herzfehler können unterteilt werden in defekte Klappen, abnormale Verbindungen zwischen Herzkammern (Scheidewanddefekte oder Septumdefekte) oder grossen Gefässen, und Defekte der elektrischen Fasern (mit unregelmässigem Herzfrequenzrhythmus). In einer Untersuchung am Tierspital Zürich über das Vorkommen der verschiedenen Herzerkrankungen lag bei 29 von gut 300 Katzen eine angeborene Anomalie vor. Häufigste Fehler waren verschiedene Arten von Scheidewanddefekte zwischen den Herzkammern, manchmal in Kombination mit defekten Klappen.

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 5 / 2003
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Tony Glaus
Leiter Abteilung für Kardiologie
Tierspital Universität Zürich