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Husten und Atemnot bei der Katze

Der Katzenschnupfen-Komplex

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Als Katzenschnupfenkomplex wird eine immer noch sehr verbreitete für Katzen ansteckende Krankheit bezeichnet, die mit Niesen und wässrigem bis eitrigem Nasenausfluss, oft auch Augenausfluss einhergeht. Welpen ungeimpfter Katzenmütter oder Katzen mit einer Abwehrschwäche (am häufigsten verursacht durch das Feline Leukose Virus, im Volksmund "Katzenaids" genannt) sind am häufigsten betroffen. Die Krankheit wird durch verschiedene Viren (vor allem Calici- und Herpesviren) sowie spezielle Bakterien (Chlamydien und Mykoplasmen) ausgelöst. Andere Bakterienarten kommen meistens als Sekundärerreger dazu. Sind die Nasenöffnungen ganz mit eitrigem Sekret verklebt, führt dies zu Atemnot; die betroffenen Katzen müssen durch das Maul atmen. Die gleichen Erreger können auch Kehlkopf und Luftröhre infizieren, was dann zu einem kräftigen, trockenen Husten führen kann.
Schwer erkrankte Katzen brauchen intensive Pflege. Nebst Antibiotika-Therapie bei bakteriellen Sekundärinfektionen müssen Augen- und Nasenöffnungen regelmässig gereinigt werden, um das Wohlbefinden der Tiere zu steigern. Oft verweigern betroffene Katzen die Nahrungsaufnahme, da sie das Futter nicht mehr riechen, manchmal können auch schmerzhafte Geschwüre auf der Zunge die Ursache für Appetitlosigkeit sein.

Bild Katze mit Atemnot Abbildung 4:
Katze mit Maulatmung aufgrund von schwerer Atemnot (Ursache in diesem Fall: Verstopfte Nase wegen chronischem Katzenschnupfen).

Photo U. Geissbühler

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Nicht selten verläuft die Krankheit chronisch, das heisst trotz Medikamenten und intensiver Pflege leiden die Katzen immer wieder an schleimig-eitrigem Nasenausfluss, meist bei sonst ungestörtem Allgemeinbefinden. Da aber das Nasensekret durch Niesen in der Umgebung verteilt wird, kann diese Krankheit zu einer grossen Belastung für die Besitzer werden.
Bei chronischen Erkrankungen müssen selbstverständlich andere Ursachen für Nasenausfluss, wie zum Beispiel Fremdkörper, Polypen, Tumoren und Zahnwurzelabszesse durch weiterführende Untersuchungen (Röntgen/Nasenspiegelung usw) ausgeschlossen werden.
Durch regelmässige Impfung können schwerwiegende Erkrankungen meist vermieden werden.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 6 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Susanne Spagnoli-Hartmann
Spezialtierärztin FVH für Kleintiere
Animal Kleintierpraxis
Kantonsstrasse 41c
3930 Visp