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Inflammatory Bowel Disease (IBD):
chronische Darmentzündungen bei der Katze

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Therapie

Die zwei Grundpfeiler der Therapie bei IBD sind eine Anpassung der Fütterung sowie eine gleichzeitige immunomodulatorische Therapie.

Eine Futtermittelumstellung auf eine hochverdauliche Eliminationsdiät oder eine hydrolisierte Diät ist auch bei IBD empfehlenswert, zeigen doch viele Katzen eine deutliche Besserung nur schon durch das Verabreichen des passenden Futters. Bei Dickdarmdurchfall mit gesteigertem Drang, Kot abzusetzen, ist es auch möglich, vermehrt Rohfasern einzusetzen, welche die Symptome verbessern und die Kotkonsistenz sowie die Motorik normalisieren können. Der Einsatz von Probiotika und mehrfach ungesättigten Fettsäuren kann theoretisch hilfreich sein, wurde jedoch bisher nicht bewiesen.

Zusätzlich kommen nun hier Medikamente zum Einsatz, welche die Entzündung hemmen sollen. Meistens wird zuerst Prednisolon verordnet, was bei den meisten Katzen eine deutliche Verbesserung bewirkt. Diese Therapie wird auch bei komplettem Verschwinden der Symptome nur sehr langsam (d. h., über mindestens zwei Monate) ausgeschlichen. Manchmal kann die Therapie nach mehreren Monaten ganz abgesetzt werden, zum Teil bleiben diese Tiere jedoch sehr lange unter Therapie. Zur Verhinderung von Nebenwirkungen sollte man deshalb die tiefst mögliche Dosis und das längst mögliche Intervall wählen (häufig eine kleine Dosis nur alle 2-3 Tage), welche noch genügend Wirkung zeigen. Die orale Gabe in Tabletten- oder Tropfenform ist den Depotpräparaten (Spritzen) vorzuziehen, da so eine viel genauere Dosierung möglich ist und die Gefahr von Nebenwirkungen - wie z. B. ein induzierter Diabetes mellitus - deutlich kleiner ist.

Falls Prednisolon zusammen mit einer Futterumstellung nicht hilft, sind auch noch andere, jedoch meist teurere Medikamente auf dem Markt, die eingesetzt werden können, um das Immunsystem zu beeinflussen (z. B. Cyclosporin, Chlorambucil, Cyclophosphamid, Azathioprin). Insbesondere bei Dickdarmdurchfall kann zudem Metronidazol zur Anwendung kommen, das neben einem antibiotischen Effekt auch die Dickdarmentzündung hemmt.

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 5/2008
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Iwan Burgener
Dr.med.vet., PhD, Dipl. ACVIM & ECVIM-CA
Departement für Klinische Veterinärmedizin
Vetsuisse Fakultät Universität Bern
Abteilung Innere Medizin Kleintiere
Länggassstrasse 128
PF 8466
CH-3001 Bern