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Katzenseuche (feline Panleukopenie)

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Die Katzenseuche ist ein typisches Beispiel für den Erfolg in der Bekämpfung einer Krankheit nach Einführung eines Impfstoffes. So werden heute in der Kleintierpraxis nur noch sehr selten Katzen mit Katzenseuche vorgestellt. Die Erkrankung ist sehr ansteckend und wird durch ein kleines Virus, das Parvovirus, verursacht. Parvoviren gehören zu den widerstandsfähigsten Viren, überleben sehr lange in der Umgebung und können nur durch wenige Desinfektionsmittel unschädlich gemacht werden. Das Hunde-Parvovirus ist eng mit dem Katzen-Parvovirus verwandt, hat aber andere biologische Eigenschaften und ist unter natürlichen Bedingungen für Katzen nicht ansteckend. In nicht geimpften Katzenpopulationen verursacht das feline Panleukopenievirus eine schwere Erkrankung mit häufig tödlichen Folgen. Höchstwahrscheinlich war das Katzenseuchevirus die Ursache der Epidemie, die im neunzehnten Jahrhundert die Katzenpopulation in verschiedenen Teilen der Welt massiv dezimierte.

Die klinischen Symptome der Katzenseuche variieren von leichter Appetitlosigkeit mit anschliessender Erholung bis hin zum fulminanten Auftreten von Fieber, Depression, Erbrechen, blutigem Durchfall und Tod innert weniger Stunden oder Tage. Werden die Katzenwelpen vor der Geburt infiziert, kann es zu Abort, plötzlichem Tod der Neugeborenen oder zu einer Erkrankung des Kleinhirns kommen, die sich in Bewegungsstörungen äussert.
Falls die Katzen die Krankheit überleben, ist die Immunitätsdauer (der Schutz gegen eine erneute Erkrankung durch dasselbe Virus) sehr lange, wahrscheinlich lebenslang. Die heute gebräuchlichen Impfstoffe bewirken einen sehr langen und guten Schutz gegen die Infektion und die Erkrankung mit Parvoviren.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 3 / 2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. C. Rohrer Kaiser, Dipl. ACVIM (Innere Medizin)