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Katzenschnupfenkomplex

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Der Katzenschnupfenkomplex ist eine auch heute noch häufig auftretende Erkrankung der oberen und seltener der unteren Atemwege. Mit dem verbreiteten Einsatz des Impfstoffes ist allerdings sowohl die Häufigkeit wie auch die Schwere der Erkrankung zurückgegangen.
Verschiedene Viren und Bakterien sind für diese Erkrankung verantwortlich. Die meisten Fälle werden entweder durch das Feline Rhinotracheitis Virus (FRV) auch Felines Herpesvirus-1 (FHV-1) genannt, oder durch das Feline Calicivirus (FCV) verursacht. Beide Viren können in einer Katzenpopulation überleben, indem Katzen, welche die Erkrankung durchgemacht haben, das FRV und das FCV in sich tragen und dieses periodisch, vor allem nach Stresssituationen, auch wieder ausscheiden können (so genannte Träger-Katzen). Diese Katzen stellen somit eine Infektionsquelle für nicht geimpfte Katzen dar. Die klinischen Symptome äussern sich in Depression, Niesen, Bindehautentzündung, Augen- und Nasenausfluss (Abbildungen 1 und 2). Das FCV kann selten auch eine Lungenentzündung verursachen und zu Lahmheiten führen.

Bild Katze mit Katzenschnupfen Abbildung 1:
Niesen, Bindehautentzündung und Zungenveränderungen bei einer Katze mit Katzenschnupfen.
(Foto: Kleintierfortpflanzung, Tierspital Zürich)

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Bild Bindehautentzündung und Zungenveränderungen bei einer Katze mit Katzenschnupfen Abbildung 2:
Niesen, Bindehautentzündung und Zungenveränderungen bei einer Katze mit Katzenschnupfen.
(Foto: Kleintierfortpflanzung, Tierspital Zürich)

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Die zwei wichtigsten Bakterienspezies, die für den Katzenschnupfenkomplex mitverantwortlich sind, sind Bordetella bronchiseptica, das auch eine Lungenentzündung verursachen kann, und Chlamydia psittaci, das vor allem eine Bindehautentzündung zur Folge hat. Obwohl die Katzen sich häufig von der Erkrankung erholen, gibt es doch immer wieder solche, die schlecht auf die Therapie ansprechen, unter chronischer Erkrankung leiden und periodisch in der Tierarztpraxis vorgestellt werden müssen.
Impfungen gegen FRV- und FCV-Infektionen erzeugen einen guten Schutz gegen die Erkrankung der Tiere, nicht aber gegen eine Infektion mit dem Erreger oder die Entwicklung eines Trägertums. Die meisten Impfstoffhersteller empfehlen eine jährliche Wiederholung der Impfung. Da es trotz Impfprogrammen nicht immer gelingt Krankheitsausbrüche zu vermeiden, sind in einer Katzenkolonie (Tierheim, Zucht) gute Haltungsbedingungen sowie eine gute Hygiene und eine stressfreie Umgebung sehr wichtig.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 3 / 2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. C. Rohrer Kaiser, Dipl. ACVIM (Innere Medizin)