Ohrentumore bei der Katze
Ein Tumor, häufig auch Krebs genannt, entsteht durch eine Transformierung normaler Zellen, die sich anschliessend unkontrolliert vermehren. Dies kann in jedem Abschnitt des Ohrs entstehen: der Ohrmuschel, dem äusseren Ohrkanal, dem Mittel- und dem Innenohr (Abb. 1), wobei aber die Ohrmuschel und der äussere Ohrkanal am häufigsten betroffen sind. Der Name des Tumors gibt jeweils Aufschluss darüber, aus welcher Zellart er hervorgegangen ist. Weiter wird zwischen gutartigen (benignen) und bösartigen (malignen) Formen unterschieden. Gutartige Wucherungen wachsen eher lokal, wohingegen bösartige Formen aggressiver sind, sich stärker in das umliegende Gewebe ausbreiten und auch Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden können.
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| Abbildung 1: Schnitt durch den Ohrkanal. |
Im Gegensatz zum Hund entstehen bei der Katze häufiger bösartige Ohrtumore. Da der umliegende Knorpel und Knochen beim Ohr aber eine schwer zu überwindende Grenze darstellt, sind Metastasierungen selten. Problematischer sind lokale Rückfälle, wenn der Tumor nicht komplett entfernt werden konnte.
Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 4/2008
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Autoren:
Dr. med. vet. Sylvia Wilhelm
Dipl. ECVD Dermatologie
Klinik für Kleintiermedizin
und
Dr. med. vet. Frank Steffen
Dipl. ECVN Neurologie/Neurochirurgie
Klinik für Kleintierchirurgie
Vetsuisse Fakultät der Universität Zürich
