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Ohrentumore bei der Katze

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Tumore des äusseren Ohrkanals

Der äussere Ohrkanal besteht aus einem knorpeligen und zuletzt aus einem knöchernen Anteil, welcher innen von einer Haut ausgekleidet ist. Zusätzlich finden sich auch Haaranlagen sowie Drüsen (sogenannte Zeruminaldrüsen), die wichtig für die Produktion des Ohrschmalzes sind. Jeder dieser Anteile kann tumorös entarten, und auch hier werden gut- und bösartige Formen unterschieden.

Problematisch bei allen der hier vorkommenden Tumore ist, dass mit zunehmendem Wachstum die Öffnung des Ohrkanals verschlossen wird. In der Folge staut sich das Ohrsekret und entzündet sich. Die Katzen werden dem Tierarzt oftmals mit der Problematik Kopfschütteln, Juckreiz und/oder Kopfschiefhaltung vorgestellt, da sie durch die entzündliche Flüssigkeit im Ohr irritiert sind oder gar Schmerzen haben. Der Tierarzt diagnostiziert zunächst eine einseitige Ohrentzündung und findet dann mit Hilfe einer genauen Ohruntersuchung den die Probleme verursachenden Tumor. Unter Vollnarkose kann der Tumor zur weiteren Diagnostik entweder ganz entfernt oder es können zumindest Teilstücke davon ins Labor eingesandt werden.

Zeruminaldrüsen-Adenokarzinom

Bei den Hauskatzen wird mit Abstand am häufigsten ein Zeruminaldrüsen-Adenokarzinom diagnostiziert (Abb. 6). Da es sich hierbei um eine bösartige Form handelt, muss vor Therapiebeginn das Vorliegen von Metastasen abgeklärt werden. Zu diesem Zweck werden die Lymphknoten überprüft, und das Ausmass des Tumors im Ohrkanal wird mittels Computertomografie abgeklärt. Ähnlich wie bei den Tumoren der Ohrmuschel ist auch hier eine komplette Entfernung die beste Therapie. Ein alleiniges Abschälen reicht allerdings nicht aus. Um sicher zu sein, den ganzen Tumor entfernt zu haben, muss der gesamte Ohrkanal chirurgisch abgesetzt und oft auch die das Mittelohr auskleidende Haut entfernt werden. Dieser Eingriff sollte von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden. Die Katzen können trotz dieses Eingriffs einen kleinen Teil ihres Gehörvermögens behalten, und da meist nur eine Seite betroffen ist, merken die Besitzer/innen normalerweise keinen Unterschied.

  Bild Zeruminaldrüsen - Adenokarzinom Abbildung 6:
Zeruminaldrüsen - Adenokarzinom

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 4/2008
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autoren:
Dr. med. vet. Sylvia Wilhelm
Dipl. ECVD Dermatologie
Klinik für Kleintiermedizin
und
Dr. med. vet. Frank Steffen
Dipl. ECVN Neurologie/Neurochirurgie
Klinik für Kleintierchirurgie
Vetsuisse Fakultät der Universität Zürich