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Tumore des Innenohrs

Tumore des Innenohrs betreffen aus anatomischen Gründen die Hör- und Gleichgewichtsfunktion, die in diesem Anteil des Ohrs - genauer gesagt im sogenannten Felsenbein - gelegen sind. Tumore aus den äusseren Ohranteilen können in das Innenohr einwachsen oder es entstehen Gewebsneubildungen aus den Knochenstrukturen. Die sichtbaren klinischen Zeichen sind dementsprechend in der Regel neurologischer Art und bestehen im Wesentlichen aus dem Vestibulärsyndrom mit Kopfschiefhaltung, Gleichgewichtsstörungen im Stand und Gang, Augenzittern und, bei einigen Patienten, Erbrechen. Vor Auftreten der neurologischen Zeichen wird häufig über Schmerzen berichtet, die schwierig zu lokalisieren sind.

Die Diagnose eines Innenohrtumors lässt sich heute sicher mittels Computer- oder Magnetresonanztomografie stellen (Abb. 9). Bestätigt sich nach diesen Untersuchungen, dass tatsächlich ein Tumor vorliegt, sind die Aussichten auf eine Heilung meist als gering zu beurteilen. Wegen der Komplexität der Innenohrstrukturen und des schwierigen anatomischen Zugangs bestehen nur geringe Chancen auf eine erfolgreiche chirurgische Behandlung. Allenfalls kann die Bestrahlungstherapie eingesetzt werden, wobei auch dieser wohl nur einen palliative Rolle zukommt. In der Realität wird man sich in der Regel auf den Einsatz von Schmerzmitteln und abschwellenden Medikamenten beschränken, um die sekundären Folgen des Tumors zu lindern.

  Bild Lymphosarkom (Pfeil) im Schädelinnern, dem Innenohr anliegend (computertomografische Aufnahme) Abbildung 9:
Lymphosarkom (Pfeil) im Schädelinnern, dem Innenohr anliegend (computertomografische Aufnahme)

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 4/2008
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autoren:
Dr. med. vet. Sylvia Wilhelm
Dipl. ECVD Dermatologie
Klinik für Kleintiermedizin
und
Dr. med. vet. Frank Steffen
Dipl. ECVN Neurologie/Neurochirurgie
Klinik für Kleintierchirurgie
Vetsuisse Fakultät der Universität Zürich