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Wenn es juckt und beisst: Zecken und Milben

Wie werden Zecken entfernt?

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Wie bereits erwähnt, zementieren sich Zecken in der Wunde ein. Es nützt also nichts, irgendwelche Öle oder Alkohol auf die Zecken zu träufeln, in der Hoffnung, sie würden dann loslassen. Davor wird sogar inständig abgeraten, da die Zecken bei einer solchen Behandlung gleich noch ihren Magen- und Speicheldrüseninhalt und damit Bakterien sowie verschiedene entzündungsfördernde Substanzen in die Wunde erbrechen.
Zecken sollen mit einer Pinzette oder speziellen Zeckenzange möglichst am Hautansatz ergriffen, leicht hin und her gedreht und dann senkrecht nach oben herausgezogen werden. Das klingt einfacher als es ist, denn Katzen schätzen solche Handgreiflichkeiten, besonders im Kopfbereich, überhaupt nicht. Sollten die Mundwerkzeuge der Zecke trotzdem in der Haut stecken bleiben, ist dies nicht allzu dramatisch. Es bildet sich schnell ein Granulationsgewebe, und die Fremdkörper werden schon bald an die Oberfläche befördert. Wenn Ihre Katze jedoch vermehrt Juckreiz und Anzeichen einer starken Entzündung zeigt, sollten Sie sie vorsichtshalber von der Tierärztin untersuchen lassen.

 

Vorbeugung

Um es gleich vorwegzunehmen: Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht! Selbst wenn hochwirksame Zeckenhalsbänder oder Spot-on-Präparate verwendet werden, können immer mal wieder Zecken auf dem Tier gefunden werden. Aber der Befall wird stark verringert! Natürlich gibt es mehr oder weniger gut geeignete Wirkstoffe – Ihr Tierarzt wird Sie sicher gerne über die Vor- und Nachteile informieren. Wichtig ist, dass die eingesetzten Präparate auch tatsächlich gegen Zecken wirksam sind, denn Zecken gehören zu den so genannten Spinnentieren und nicht zu den Insekten. Es ist daher gut möglich, dass ein Flohhalsband nur ungenügend gegen Zecken wirkt.
Da die Wirkung zeitlich beschränkt ist, muss auch überlegt werden, wann vorgebeugt werden soll. Der Holzbock liebt Temperaturen um 17-20°C. Was darüber oder darunter liegt, behagt ihm nicht so sehr. Dennoch können manchmal völlig überraschend Tiere mit starkem Zeckenbefall mitten im Winter auftauchen. Ein milder Wintertag kann diese Blutsauger bereits wieder aus ihren Verstecken locken, andererseits lauern einige Exemplare an geschützten Orten ihren Opfern auf und lassen sich auch von kalten Aussentemperaturen nicht in ihrer Aktivität einschränken - doch das dürfte glücklicherweise eher die Ausnahme sein. Grundsätzlich findet sich die höchste Zeckenaktivität an milden, nicht zu trockenen Frühlings- bis Herbsttagen.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 2 / 2004
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. Heinz Sager
Institut für Parasitologie, Universität Bern