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Parvovirose (Katzenseuche) bei der Katze

Therapie

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Grundpfeiler der Therapie ist der durch Durchfall und Erbrechen bedingten Austrocknung mit intravenösen Infusionen entgegenzuwirken und das Erbrechen medikamentös zu stoppen. Dies entspricht natürlich einer Symptombekämpfung. Leider kann das Virus nicht direkt angegangen werden. Daher sind auch die weiteren Therapieschritte nur unterstützend. So sind betroffene Tiere mangels eigener Abwehr stark gefährdet, an bakteriellen Sekundärinfektionen zu erkranken. Breitspektrumantibiotika sollen dem geschwächten Patienten helfen. Weiter kann eine Bluttransfusion den Eiweiss- und Blutverlust über den Darm in Grenzen halten. In dieser heiklen und prognostisch noch ungewissen Krankheitsphase sind die Tiere nicht in der Lage, selber zu trinken und zu fressen. Zeigt sich aber eine Besserung der Symptome, sollen die Tiere wieder mit kleinen Portionen angefüttert werden. Katzen, welche die Infektion überleben, weisen dann zeitlebens einen Schutz auf.

 

Prophylaxe

Beim Nachweis des Parvovirus spielen Hygiene und Desinfektion eine wichtige Rolle. Sowohl für betroffene Katzenhalter/innen als auch beispielsweise involvierte Tierarztpraxen oder Tierheime müssen alle möglich kontaminierten Gegenstände sorgfältig mit den empfohlenen Mitteln desinfiziert und gereinigt werden. Seit über 30 Jahren stehen Impfstoffe zur Verfügung. Die regelmässige Vakzination kann zwar keinen 100 %-igen Schutz gewährleisten, dient jedoch weitgehend der Prophylaxe und hat seit ihrem Einsatz in der Schweiz zu einer deutlichen Reduktion von Parvo-Infektionen geführt. Gerade diese Virusinfektion mit meist tödlichem Verlauf der betroffenen Tiere zeigt, wie wichtig ein konsequentes und flächendeckendes Impfprogramm ist. Denn man muss sich vor Augen halten, dass selbst genesene Tiere das Virus noch längere Zeit nach ihrer offensichtlichen Heilung ausscheiden. Bedingt durch die Tatsache der asymptomatischen Ausscheider und der langen Überlebenszeit des Erregers in der Umgebung, käme es ohne Impfung zu einem massiven Infektionsdruck und einer raschen Verbreitung der Krankheit.

Diese Informationen zur Katzenseuche zeigen, dass der eingangs geschilderte Fall absolut nachvollziehbar ist und daher leider trotz aller möglichen Massnahmen zwar selten, aber immer wieder einmal vorkommt.

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 6 / 2004
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Martin Keiser
www.tierklinik-obergrund.ch