Die polyzystische Nierenerkrankung (PKD) bei Persern:
Gibt es sie noch?
Hintergrundinformationen
PKD ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung der Krankheit Polycystic Kidney Disease oder auf Deutsch polyzystische Nierenerkrankung. Diese vererbbare Erkrankung wurde in zahlreichen Artikeln aus der ganzen Welt ausführlich beschrieben. Betroffen sind vor allem f olgende Rassen: Perser, Exotic Shorthair, Maine Coon, Heilige Birma und British Shorthair. Andere Rassen wurden in der Literatur ebenfalls erwähnt: Oriental Shorthair, Abessinier, American Curl, American Shorthair, American Wirehair, Scottish Fold und Siamese.
Bei einem betroffenen Tier entwickeln sich im Nierengewebe mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume (Zysten), die das normale Nierengewebe verdrängen. Die Zysten sind schon bei der Geburt vorhanden, aber noch winzig klein. Im Laufe der Jahre nehmen sie an Grösse zu. Wenn mehr als zwei Drittel des Nierengewebes verdrängt und damit zerstört sind, kann die Niere das Blut nicht mehr ausreichend filtrieren. Als Folge reichern sich die Schlackenstoffe des Körperstoffwechsels im Blut an, das Tier wird krank. Die häufigsten Anzeichen sind vermehrtes Trinken und vermehrter Harnabsatz, schlechter Appetit, Abmagerung, gegen Ende auch Erbrechen. Schliesslich führt die Krankheit zum Tod durch Nierenversagen. Die meisten PKD-positiven Katzen erkranken erst in der zweiten Lebenshälfte, wenn sie älter als 6-jährig sind. Manche positiven Katzen werden nie krank, und nur ein kleiner Anteil der betroffenen Katzen erkrankt schon in jungen Jahren. Eine Erfolg versprechende Behandlung gibt es nicht. Durch Anpassen des Futters und mit Medikamenten kann das Leben eines kranken Tieres um einige Monaten verlängert werden.
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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 3 / 2004
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Autoren:
Dr. O. Gardelle, Dr. U. Geissbühler, PD Dr. J. Lang und PD Dr. M. Flückiger


