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PKD bei Persern

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Die polyzystische Nierenerkrankung (PKD) bei Persern:
Gibt es sie noch?

Genetische Vererbbarkeit und Krankheitserkennung

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Eine ähnliche Erkrankung wird auch beim Menschen beschrieben. Der Vererbungsmodus beim Menschen ist gut erforscht: PKD ist die Folge einer Mutation von zwei oder eventuell drei Genen. Auch bei der Katze ist PKD genetisch bedingt. Es handelt sich dabei um einen so genannt einfachen autosomal-dominanten Erbgang. Alles deutet darauf hin, dass nur ein einziges Gen für die Krankheit verantwortlich ist. Je nachdem, ob nun die Eltern einer Katze das Krankheitsmerkmal gar nicht (homozygot gesund), auf einem Chromosomenstrang (heterozygot krank) oder beiden Chromosomensträngen (homozygot krank) aufweisen, können Züchter/innen unterschiedlich viele PKD-Träger in der Nachkommenschaft erwarten (siehe Tabelle 1). Wichtig für die Züchter/innen ist Folgendes:

Tabelle 1 gibt Aufschluss über den Anteil an PKD-positiven Nachkommen je nach Elternanlage:

  Vatertier Zystenträger homozygot PKD Zystenträger heterozygot PKD zystenfrei
homozygot gesund
Muttertier  
Zystenträger homozygot PKD alle! alle! alle!
Zystenträger heterozygot PKD alle! 75 % 50 %
zystenfrei
homozygot gesund
alle! 50 % gesunde Nachkommen

Die momentan zuverlässigste Methode, PKD-positive Tiere zu erkennen, ist die Ultraschalluntersuchung der Nieren. Im Alter von 9 Monaten können 9 von 10 PKD-positiven Katzen erkannt werden. PKD-freie Katzen wurden ausnahmslos als PKD-frei erkannt. Im Alter von einem Jahr werden praktisch alle Zystenträger zuverlässig erkannt. Um ganz sicherzugehen, wurde deshalb in der Schweiz für die Untersuchung ein Mindestalter von einem Jahr festgelegt.
Viele Züchter/innen hoffen auf einen DNA-Test, wodurch positive Tiere in jedem Alter durch eine Blutuntersuchung erkannt werden könnten. Diesen Test gibt es nicht, und es wird ihn mit grosser Wahrscheinlichkeit auch nie geben. Zwei Gründe sprechen dagegen: Die Entwicklung eines solchen Tests ist teuer, und die weltweite Population der Katzen, die getestet werden müsste, ist zu klein. Der andere Grund ist, dass die Ultraschalluntersuchung eine sehr zuverlässige, einfache, schmerzlose und bereits verfügbare Methode ist, um die positiven Tieren sicher zu erfassen.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 3 / 2004
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autoren:
Dr. O. Gardelle, Dr. U. Geissbühler, PD Dr. J. Lang und PD Dr. M. Flückiger