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Tumorerkrankungen der Katze

Vakzine induziertes Sarkom und andere Weichteilsarkome

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Sarkome sind häufige bösartige Tumoren der Haut und Unterhaut sowie anderer Gewebe. Ihre Bösartigkeit steht vor allem im Zusammenhang mit ihrem infiltrativen Wachstum, d. h. sie dringen sehr tief ins umliegende Gewebe ein. Sie metastasieren in etwa 25% der Fälle. Weichteilsarkome können spontan entstehen oder sie können mit einer vorausgegangenen Impfung (Tollwut-, FeLV-Impfung) zusammenhängen. Die geschätzte Häufigkeit von Vakzine assoziierten Sarkomen liegt bei zwei pro 10'000 geimpften Katzen. Vakzine assoziierte Sarkome entstehen an Stellen, an denen geimpft wurde, also vor allem zwischen den Schulterblättern. Diese Tumore können Monate bis Jahre nach der Impfung auftreten. Zu Beginn wird eine überschiessende Entzündungsreaktion beobachtet und zu einem späteren Zeitpunkt kann es dann zu einer tumorösen Entartung kommen. Die Diagnose wird mittels einer Biopsie (Gewebsprobe) gestellt.
Die wichtigste Therapieart ist die Chirurgie. Es ist ausserordentlich wichtig, dass sobald der Tumor entdeckt wird, eine aggressive operative Entfernung erfolgt (Abb.4). Auf allen Seiten des Tumors sollten drei Zentimeter gesundes Gewebe mitentfernt werden. Häufig ist jedoch trotz aggressiver Chirurgie eine komplette Entfernung schwierig, und es muss mehrmals operiert werden, weil der Tumor nach kurzer Zeit wieder auftritt. Strahlentherapie anschliessend an die Chirurgie kann die Tumorkontrolle verbessern, ist aber häufig auch nicht imstande, eine vollständige Heilung herbeizuführen. Die Rolle der Chemotherapie in der Bekämpfung dieses Tumors ist noch unklar und muss noch weiter untersucht werden.

  Bild Katze nach der chirurgischen Entfernung eines Vakzine induzierten Sarkoms Abbildung 4:
Katze nach der chirurgischen Entfernung eines Vakzine induzierten Sarkoms. Die lange Narbe liegt zwischen den Schulterblättern.

Spontan auftretende Weichteilsarkome kommen am Rumpf, an den Gliedmassen und am Kopf vor (Abb. 5). Die Katzen sind meistens älter als die Tiere, welche unter einem Vakzine induzierten Sarkom leiden. Die Therapie der Wahl ist ebenfalls eine aggressive Chirurgie.

  Bild Patient mit einer durch ein Weichteilsarkom geschwollenen Nase Abbildung 5:
Patient mit einer durch ein Weichteilsarkom geschwollenen Nase.

Im Allgemeinen ist die Prognose bei Patienten mit einem Sarkom vorsichtig zu stellen.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" Nr. 2 und 3 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorinen:
Dr. med. vet. Cécile Rohrer Kaiser1,2, Dipl. ACVIM und ECVIM (Innere Medizin)
Prof. Dr. med. vet. Barbara Kaser-Hotz1, Dipl. ACVR und ECVDI
1 Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich, Abteilung für Bildgebende Diagnostik und Radio-Onkologie
2 Kleintier-Klinik Rhenus, 8247 Flurlingen