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Tumorerkrankungen der Katze

Mammatumor

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Bei der Katze sind etwa 80% der Mammatumore (d. h. Tumore an der Brust) bösartig. Sie sind sehr aggressiv und metastasieren häufig. In einer Studie hatten drei Viertel der Patienten schon Lungenmetastasen bei der Diagnosestellung. Darum muss jede Katze sorgfältig untersucht werden, bevor eine Therapie vorgeschlagen wird. Liegen keine Metastasen vor, dann ist eine radikale Entfernung des Tumors angezeigt. Dabei scheint die Entfernung der ganzen Milchleiste inklusive Lymphknoten die Überlebenschance zu verbessern. Die Grösse des Tumors bei der Chirurgie ist der wichtigste prognostische Parameter. Patienten mit Tumoren, die kleiner als 8 cm3 sind, haben die längsten Überlebenszeiten. Chemotherapie wird ebenfalls eingesetzt, da die Metastasierungshäufigkeit so gross ist.

 

Abschliessende Bemerkungen

In der Onkologie, der Lehre von den Tumoren, wurden in den letzten Jahrzehnten grosse Fortschritte bezüglich der Kenntnisse der Ursachen, der Diagnose und der Therapie von Tumoren gemacht. Viele Tumoren, die früher als unheilbar galten, können heute therapiert werden.
Bei der Aufarbeitung eines Tumorpatienten muss jedoch immer die Katze und ihre Lebensweise als Ganzes betrachtet werden. Der Lebensqualität des Tieres sollte bei jeder Entscheidung grösste Priorität gegeben werden. Die psychologische Betreuung des Tierbesitzers darf ebenfalls nicht vergessen werden. Nach der gefürchteten Diagnose eines Tumors bei seiner Katze werden bei ihm Emotionen ausgelöst, bei denen er der Unterstützung des Tierarztes und von Freunden bedarf.
Nach einer ausführlichen Besprechung der Situation des Patienten mit dem Tierarzt sollte der Besitzer im Stande sein, kompetent eine Entscheidung bezüglich des weiteren Vorgehens treffen können, ob eine Therapie erfolgen soll oder ob aus humanitären oder anderen Gründen die Katze vielleicht eingeschläfert werden soll. Beide Entscheidungen müssen respektiert werden.

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" Nr. 2 und 3 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorinen:
Dr. med. vet. Cécile Rohrer Kaiser1,2, Dipl. ACVIM und ECVIM (Innere Medizin)
Prof. Dr. med. vet. Barbara Kaser-Hotz1, Dipl. ACVR und ECVDI
1 Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich, Abteilung für Bildgebende Diagnostik und Radio-Onkologie
2 Kleintier-Klinik Rhenus, 8247 Flurlingen