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Tumorerkrankungen der Katze

Die Diagnosestellung

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Bevor an eine Therapie gedacht werden kann, muss eine Diagnose vorliegen mit der Kenntnis über den Tumortyp und das Ausmass der Erkrankung. Dazu dienen eine sorgfältige klinische Untersuchung, eine Blutuntersuchung sowie Tests zur Erfassung des felinen Leukämievirus- (FeLV) und felinen Immunschwächevirus- (FIV) Status der Katze. Auch werden Röntgenbilder der Lunge angefertigt, um Metastasen (d. h. Ableger von Tumorzellen) auszuschliessen. Manchmal sind auch Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes hilfreich, um Tumore oder deren Ableger zu finden. Hat man einen Tumor gefunden, dann macht man eine Nadelaspiration oder eine Biopsie (also eine Entnahme einer Gewebeprobe), um ihn zu charakterisieren.
Zu den häufigsten gutartigen Tumoren der Katze gehören nasopharyngeale Polypen, Tumore der Schilddrüse und Thymome. Lymphosarkom, Vakzine induziertes Sarkom, Plattenepithelkarzinom und Mammatumor sind Beispiele von bösartigen Tumoren. Auf die Besonderheiten der hier genannten Tumorerkrankungen wird später noch eingegangen.
Ist man zu einer genauen Diagnose bezüglich des Tumortyps gekommen, dann können die therapeutischen Möglichkeiten mit den Besitzern diskutiert werden. In Frage kommen v. a. eine Chirurgie, eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung, wobei diese Methoden häufig kombiniert werden müssen, um die besten Resultate zu erhalten. Zur Wahl der besten Therapie müssen die Nebenwirkungen verglichen und abgewogen werden. Man wird aggressiver vorgehen müssen, wenn das Ziel eine Heilung oder eine Langzeitkontrolle des Tumors sein soll. Will man hingegen lediglich eine Linderung der Symptome bezwecken, ohne den Tumor ganz zu beseitigen, dann genügen häufig weniger aggressive Vorgehensweisen. In der Bekämpfung von Tumoren ist es wichtig, vor Augen zu halten, dass das hypokratische "primum non nocere" aufgehoben ist. Man muss also gewisse Nebenwirkungen der Therapie in Kauf nehmen, wenn man den Tumor besiegen will.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" Nr. 2 und 3 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorinen:
Dr. med. vet. Cécile Rohrer Kaiser1,2, Dipl. ACVIM und ECVIM (Innere Medizin)
Prof. Dr. med. vet. Barbara Kaser-Hotz1, Dipl. ACVR und ECVDI
1 Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich, Abteilung für Bildgebende Diagnostik und Radio-Onkologie
2 Kleintier-Klinik Rhenus, 8247 Flurlingen