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Tumorerkrankungen der Katze

Operation

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Lange Zeit war die Operation die einzige Therapiemöglichkeit, die bei Katzen mit Tumoren angewandt werden konnte. Dank einem besseren Verständnis der Tumorbiologie und der Einführung anderer Therapieoptionen, wurde die Chirurgie mehr zu einem wichtigen Teil einer Behandlungsstrategie. Für gewisse Tumoren, z.B. für Leukämien (bösartige Entartung von weissen Blutzellen) hat die Chirurgie praktisch keine Bedeutung. Für viele Gewebsneubildungen ist die Chirurgie hingegen die erste und wichtigste Therapieart da in einem Schritt der Tumor entfernt werden kann. Es kann sogar eine Heilung erzielt werden, wenn eine lokale Tumorkontrolle erreicht wird. Eine lokale Kontrolle des Tumors kann man erzielen, wenn mindestens drei Zentimeter gesundes Gewebe um den Tumor mitentfernt werden und der Tumor keine Tendenz zur Bildung von Metastasen (Ableger in anderen Organen) hat.
In den letzten Jahren wurden grosse Fortschritte in der chirurgischen Technik, in der Anästhesie, sowie in der postoperativen Betreuung des Patienten erzielt, so dass ein aggressiveres chirurgisches Vorgehen möglich ist.
Trotzdem muss man immer vor Augen haben, ob ein Besitzer ein verändertes Aussehen seiner Katze tolerieren kann. Beispielsweise kann es bei einem Knochentumor (Osteosarkom) notwendig sein, ein Bein zu amputieren, um eine Heilung zu bewirken. Katzen sind auf drei Beinen immer noch sehr beweglich und können sogar auf Bäume klettern. Ausserdem haben sie bedeutend weniger Schmerzen, wenn das Bein amputiert wird, als wenn man mit Schmerzmitteln versucht, die Symptome zu lindern. Nicht jeder Besitzer kann jedoch den Anblick einer dreibeinigen Katze ertragen, und seine Ansicht sollte vom Tierarzt respektiert werden.
Ein zweites, weniger dramatisches Beispiel ist die Ohrmuschelamputation nach einem bösartigen Tumor (Plattenepithelkarzinom). Diese beeinträchtigt das Verhalten des Patienten kaum, verändert aber sein Erscheinungsbild (Abb. 1).

  Bild beidseitige Ohrmuschelamputation nach einem Plattenepithelkarzinom Abbildung 1:
Beidseitige Ohrmuschelamputation nach einem Plattenepithelkarzinom bei einer weissen Katze.

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Zusammenfassend kann gesagt werden, dass mehr Tumorpatienten durch eine Chirurgie allein vom Tumor geheilt werden, als durch jede andere Therapiemöglichkeit.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" Nr. 2 und 3 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorinen:
Dr. med. vet. Cécile Rohrer Kaiser1,2, Dipl. ACVIM und ECVIM (Innere Medizin)
Prof. Dr. med. vet. Barbara Kaser-Hotz1, Dipl. ACVR und ECVDI
1 Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich, Abteilung für Bildgebende Diagnostik und Radio-Onkologie
2 Kleintier-Klinik Rhenus, 8247 Flurlingen