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Tumorerkrankungen der Katze

Chemotherapie

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Unter Chemotherapie versteht man die Verabreichung von Substanzen welche die Tumorzellen hemmen. Die weitaus grösste Bedeutung hat die Chemotherapie in der Behandlung von generalisierten Erkrankungen wie z. B. dem Lymphosarkom sowie Tumoren, die leicht streuen, also ein grosses metastatisches Potential haben. Manchmal kann ein Tumor chirurgisch entfernt werden, aber eine Chemotherapie ist postoperativ dennoch angezeigt, um eine Streuung der Tumorzellen zu verhindern. Eine Chemotherapie wird bisweilen auch bei Tumoren eingesetzt, die nicht operabel und resistent gegen Bestrahlung sind.
Der Wirkungsmechanismus beruht auf einer Störung der Zellteilung des Tumors. Man kann einen Tumor nur selten durch eine Chemotherapie alleine heilen, jedoch kann ein langandauerndes Zurückgehen von Krankheitserscheinungen bei guter Lebensqualität erreicht werden.
Viele Besitzer fürchten die Nebenwirkungen einer Chemotherapie, da sie vielleicht selber Freunde oder Bekannte haben, die während einer Tumorbehandlung unter solchen litten. Nebenerscheinungen gibt es tatsächlich auch bei Tieren. Die häufigsten manifestieren sich als Magen-Darm-Beschwerden, v. a. Inappetenz, oder einer Armut an weissen Blutzellen, was zu einer Immunschwäche und somit Infektionsanfälligkeit führen kann. Im Unterschied zum Menschen verlieren die Katzen ihr Fell nicht, es wird lediglich etwas dünner.
Treten Nebenwirkungen nach einer Chemotherapie auf, dann kann man diese bei den folgenden Behandlungen häufig vermeiden, indem man mit den Medikamentendosierungen zurückgeht.
Im Allgemeinen, ist man bei Chemotherapien in der Tiermedizin weniger aggressiv als in der Humanmedizin. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Zielen. Beim Menschen versucht man eine möglichst lange Lebenserwartung zu erzielen, beim Tier steht die Lebensqualität im Vordergrund.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" Nr. 2 und 3 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorinen:
Dr. med. vet. Cécile Rohrer Kaiser1,2, Dipl. ACVIM und ECVIM (Innere Medizin)
Prof. Dr. med. vet. Barbara Kaser-Hotz1, Dipl. ACVR und ECVDI
1 Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich, Abteilung für Bildgebende Diagnostik und Radio-Onkologie
2 Kleintier-Klinik Rhenus, 8247 Flurlingen