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Tumorerkrankungen der Katze

Lymphosarkom

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Das Lymphosarkom (LSA) gehört zu den häufigsten bösartigen Tumoren der Katze. Der grösste Teil dieser Tumore steht im Zusammenhang mit dem FeLV. Katzen die mit dem FIV infiziert sind, tragen ein sechsfach erhöhtes Risiko, an LSA zu erkranken. LSA entstehen aus Lymphozyten oder deren Vorstufen, einer Art weisser Blutzellen. Deswegen kann dieser Tumor überall dort vorkommen, wo es Lymphozyten hat, d. h. in praktisch allen Organen des Körpers. Die häufigsten Formen betreffen den Thymus oder Lymphknoten im Brustkorb, den Magen-Darm-Trakt, die Leber oder Milz, sowie das Knochenmark. LSA können auch ganz beschränkt im Auge, in der Niere oder im zentralen Nervensystem vorkommen. Wenn der Ursprung der Erkrankung im Knochenmark liegt, dann gehen die entarteten Zellen zuerst ins Blut, bevor sie sich eventuell in anderen Organen ansiedeln. In diesem Fall spricht man von einer Leukämie.
Die Symptome sind sehr unterschiedlich je nach betroffenem Organ. Ist z. B. der Magen-Darm-Trakt befallen, dann sind Inappetenz, Durchfall und Erbrechen die häufigsten Krankheitserscheinungen. Die Diagnose ist häufig einfach zu stellen, indem man die veränderten Organe mit einer feinen Nadel ansticht und die gewonnenen Zellen untersucht (Feinnadelaspiration). Um eine Beteiligung des FeLV oder FIV festzustellen, kann ein Bluttest gemacht werden.
Auch wenn nur ein Organ betroffen ist, dann muss das LSA trotzdem als eine generalisierte Erkrankung angesehen werden, da jederzeit ein anderes Gewebe miterkranken kann. Darum spielen die Chirurgie und die Strahlentherapie nur eine untergeordnete Rolle bei der Bekämpfung des LSA. Mit einer Chemotherapie können hingegen die entarteten Zellen im ganzen Körper behandelt werden, und der Tumor kann häufig für Monate oder sogar Jahre unter Kontrolle gehalten werden. Katzen, die FeLV-positiv sind, sprechen für kürzere Zeit auf die Chemotherapie an, als FeLV-negative Katzen. Die Prognose ist vorsichtig zu stellen, sie variiert stark je nach den betroffenen Organen und dem Allgemeinzustand der Katze.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" Nr. 2 und 3 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorinen:
Dr. med. vet. Cécile Rohrer Kaiser1,2, Dipl. ACVIM und ECVIM (Innere Medizin)
Prof. Dr. med. vet. Barbara Kaser-Hotz1, Dipl. ACVR und ECVDI
1 Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich, Abteilung für Bildgebende Diagnostik und Radio-Onkologie
2 Kleintier-Klinik Rhenus, 8247 Flurlingen