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Ultraschall: der schonende, aber nützliche Blick ins Innere

Die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung

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Für eine Untersuchung der Bauchhöhle muss die Katze auf die Seite gelegt werden. Die meisten Katzen tolerieren eine solche Untersuchung gut, vor allem, wenn die Besitzerin oder der Besitzer dabei ist. Zur Vorbereitung des Ultraschalls werden also - wie bereits eingangs erwähnt - die Haare an der zu untersuchenden Stelle geschoren. Für eine Untersuchung des ganzen Bauches muss die ganze Bauchunterseite, für eine Ultraschalluntersuchung des Herzens müssen hingegen nur zwei kleine Vierecke ("Fenster") am Brustkorb geschoren werden.
Einige Katzen ertragen das Geräusch oder das Vibrieren der Schermaschine auf der Haut auch trotz viel Geduld nicht. In diesem Fall muss man solche Patienten mittels Medikamenten beruhigen - nach unserer Erfahrung betrifft dies weniger als 5 %. Sobald die Katze das Scheren hinter sich hat, entspannt sie sich meistens während der Untersuchung wieder. Der Bauch wird nun mit dem bereits beschriebenen Kontaktgel eingestrichen. Erstaunlicherweise reagieren Katzen kaum auf dieses kühle Material. Jetzt wird das Licht gedimmt, und nur die Hautoberfläche wird vom Schallkopf berührt. Wichtig sind viel Fingerspitzengefühl und vor allem kein Zeitverlust, denn Katzen haben wenig Geduld. Aus diesem Grund muss die Untersuchung also zügig durchgeführt werden. 20 Minuten ist die Zeitlimite, während der die meisten Katzen den Untersucher und das Gel dulden. Nachdem die Untersuchung beendet ist, können nun Tierärztin oder Tierarzt und Besitzerin oder Besitzer die erhobenen Befunde zusammen besprechen.

Für die Untersuchung des Herzens muss die Katze ebenfalls auf der Seite liegen. Das Herz wird am besten von unten untersucht, weil auf der unteren Seite die Lungen zusammengedrückt sind und so am wenigsten stören (Luft!). Eine Sedation (Beruhigungsspritze) wird nur ungern verabreicht, da die Funktion des Herzens dadurch beeinflusst werden kann. Junge Tiere, bei denen eine eher längere Untersuchung für die Suche nach angeborenen Herzerkrankungen nötig ist, brauchen ein leichtes Beruhigungsmittel. Mit Geduld von der Seite des Untersuchers und des Besitzers können die meisten Untersuchungen erfolgreich durchgeführt werden. Der Untersucher darf seinerseits auch bei der Herzuntersuchung keine Zeit verlieren, um die Prozedur nicht unnötig zu verlängern. Es müssen viele Parameter bestimmt und viele Details untersucht werden. Weil der Untersucher seine volle Konzentration den Bildern widmen muss, wird die Untersuchung kommentarlos durchgeführt; die einzelnen Bilder bespricht man erst nachher miteinander.

Andere Körperteile wie Bänder, Sehnen, Muskeln, Gelenke und Augen können ebenfalls untersucht werden.

 

Zusammenfassung

Die Ultraschalluntersuchung ist bei der Katze praktisch am gesamten Körper sehr gut zur Abklärung von Weichteilveränderungen aller Art geeignet. Sie ersetzt zum Teil andere, belastendere Untersuchungstechniken und erfordert in der Regel keine Vollnarkose. Ausserdem ist die Besitzerin oder der Besitzer bei der Untersuchung dabei, was beruhigend auf das Tier wirkt und die Untersuchung vereinfacht. Das hat auch den weiteren Vorteil, dass man sich die Ergebnisse gleich erklären lassen kann. Die Ultraschalluntersuchung stellt hohe Anforderungen an Untersucherin und Untersuchung, was Wissen und Erfahrung betrifft, damit richtige und aussagekräftige Befunde erhoben werden können.

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 1 / 2004
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autoren:
Vetimage, Olivier Gardelle, Postfach 408, 8172 Niederglatt
Vetimage, Urs Geissbühler, Felsenweg 16, 3904 Naters
www.vetimage.ch