Home

Allgemeines

Auswahlseite Hunde

Auswahlseite Katzen

Vergiftungen

Allgemeines

Einleitung

Was tun

Was macht der Tierarzt

Pflanzen

Schaden

Kontakt

Suche

Vergiftungen bei der Katze

Einleitung

Vorherige Seite

  Bild tierartliche Verteilung der Anfragen
  Abbildung 1:
Tierartliche Verteilung der Anfragen am toxikologischen Informationszentrum im Zeitraum 1982-1991.

 

Woran liegt es, dass Katzen giftige Substanzen aufnehmen?

Im artspezifischen Verhalten der Katze lassen vor allem bei den Jungtieren eine ausgeprägte Spiellust und eine grosse Neugier alles Neue erkunden. Zum Normalverhalten der Katzen gehört auch die Aufnahme von Rohfasern (Katzengras, andere Pflanzenteile). Diese Eigenschaften erklären die immer wieder beobachteten Vergiftungsfälle bei Katzen. Das im Vergleich zu Hunden wählerischere Verhalten der Katzen widerspiegelt sich in der tieferen Anzahl von Vergiftungsfällen bei Katzen.

 

Wie werden Giftstoffe (Toxine) aufgenommen?

Toxine können eingeatmet werden, über die Haut in den Körper gelangen oder gefressen werden. Der grösste Anteil von Giftstoffen bei unseren Haustieren wird über den Mund (per oral) aufgenommen, kommt dann für 1-2 Stunden in den Magen, bevor die Toxine aus dem Darm ins Blut gelangen, um dann in die Organe des Körpers transportiert zu werden. Wird ein Giftstoff in flüssiger Form aufgenommen (z. B. Frostschutzmittel für Autokühler mit süsslichem Geschmack), so ist die Verweildauer im Magen deutlich kürzer als bei einer festen Substanz (z. B. Medikamente in Tablettenform), welche sich im Magen zuerst auflösen muss. Dies bedeutet, dass ein Behandlungserfolg nicht nur vom Giftstoff selbst, sondern auch von der Form des Toxins abhängt. Der Erfolg einer Behandlung bei einer gesicherten Vergiftung hängt daher auch davon ab, wie rasch nach der Aufnahme des Giftes das Tier behandelt wird und wie viel des Gefressenen wieder "unschädlich" gemacht werden kann.

 

Was sind die Anzeichen einer Vergiftung?

Prinzipiell können Toxine zu einer Vielzahl von Symptomen führen. Die für Tierbesitzer/innen eindrücklichsten sind Vergiftungsanzeichen des Nervensystems, die sich in unkoordiniertem Gehen, Blindheit, Krämpfen, Pupillenveränderungen, Zittern, Erregungszuständen usw. äussern. Aber auch Durchfall, Verstopfung oder Erbrechen - Symptome des Magen-Darm-Traktes - können Folgen von Vergiftungen darstellen. Leider gibt es kaum Symptome, welche für eine spezielle Intoxikation typisch sind. Zudem können alle erwähnten Erscheinungsbilder auch andere Ursachen haben, sodass erst weiterführende Untersuchungen und Befunderhebungen zu einer Diagnose führen können.

Nächste Seite

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 5 / 2000
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. FVH K. Rohner
Spezialtierarzt für Pharmakologie und Kleintiere