Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin
Association Suisse pour la Médecine des petits Animaux
Associazione Svizzera per la Medicina dei Piccoli Animali
Swiss Association for Small Animal Medicine

2018 start kampagne gegen extreme kurzkoepgikeit bei hunden

Was ist Kurzköpfigkeit?

Unter dem Begriff „Brachycephalie“ werden diejenigen Rassen und Hunde zusammengefasst, die einen sehr kurzen Nasenschädel haben. Zu diesen Rassen gehören unter anderen die Französische Bulldogge, der Mops, die Bulldogge, der Shih Tzu, der Pekingese und noch viele mehr. Nicht immer hatten diese Hunde so kurze Schädel. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Nasen länger. Durch gezielte züchterische Anstrengungen hat sich ein „Kindchen-Schema“ durchgesetzt Dadurch hat sich das Merkmal in den letzten 100 Jahren verschärft.

Weshalb leiden diese Hunde?

Hunde können nicht schwitzen. Sie regulieren die Körpertemperatur via Hecheln durch die Nase respektive die grossen Oberflächen der Nasenmuscheln. Der Wegfall dieser Oberflächen zwingt die kurzköpfige Hunde zu verstärkter Atemarbeit, was sich in eingefallenen Nüstern, verlängertem Gaumensegel, kollabierenden Atemwegen und anderen Veränderungen manifestiert. Die Hunde schnarchen, schniefen, widerstehen der Hitze nicht mehr und verlieren an Leistungsfähigkeit. Dies kann in gravierenden Fällen zu Recht als Qualzucht bezeichnet werden.
Im Weiteren leiden einige der kurzköpfige Hunde zusätzlich an zusätzlich an Augen- und Ohrenproblemen, Hautinfektionen auf Grund übermässiger Hautfalten und Geburtsproblemen.

Was kann man im Einzelfall dagegen tun?

Betroffene Hunde müssen meist operiert werden. Dabei werden die Nasenlöcher geweitet und das Gaumensegel gekürzt und verdünnt. Missgebildete Nasenmuscheln werden wo nötig entfernt. Maximal ist mit einer Linderung zu rechnen. Betroffene Hundehalter bezeugen denn auch oft, dass sie in Zukunft keinen solchen Hund mehr kaufen würden.

Gibt es keine gesetzlichen Einschränkungen?

Das Tierschutzgesetz verbietet Qualzucht. Allerdings sind Gesetz und Verordnung wenig griffig. Es wird lediglich verlangt, dass aus einer bestimmten Population die besten Tiere für die Reproduktion verwendet werden sollen. Dies hilft aber nur wenig, wenn die gesamte Rasse, respektive die Auswahl der Elterntiere schon kurzköpfig sind. Der hohe Anteil an Importhunden verhindert eine Qualitätskontrolle in der Schweiz, die ungebrochene Nachfrage nach solchen Hunden fördert den Schwarzmarkt.

Was kann verbessert werden?

Die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin (SVK), die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG), die Schweizerische tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (STVT) sowie die Vetsuisse Fakultät der Universität Bern haben zusammen einen Massnahmenkatalog entwickelt, der ab Anfang 2018 systematisch umgesetzt werden soll. Dazu gehören:

  1. Positionspapier der Schweizer Vereinigung für Kleintiermedizin: Sensibilisierung der Öffentlichkeit, insbesondere der Hundehalter
  2. Gemeinsame Medienmitteilung: Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Eindämmen des Imports
  3. Werbe-Beschränkung: Medien sollen auf die Wirkung von Werbebotschaften mit gesundheitlich angeschlagenen Tieren aufmerksam gemacht werden
  4. Leistungsprüfungen vor Zuchtzulassung bei betroffenen Hunderassen
  5. Stärkung von Zuchten, wenn bei Risikorassen die Merkmale verbessert werden
  6. Förderung der Forschung an den Universitäten zum Thema Kurzköpfigkeit

Unterstützt wird die Kampagne zusätzlich von der Gesellschaft der Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) und dem Schweizer Tierschutz.

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Pressekonferenz am 2. Februar 2018

Mit Hilfe der Medien soll an der Pressekonferenz (Punkt 2) der Startschuss gelingen und eine breite Öffentlichkeit sensibilisiert werden. Eine prominente Persönlichkeit wird uns an der Pressekonferenz unterstützen. Es ist vorgesehen, dass Christa Rigozzi aus eigener Erfahrung berichtet. Im Weiteren sind anwesend: Martina Gastaldo mit ihren beiden Französischen Bulldoggen, Dr. Claudia Nett, Dr. Marie Müller-Klauser und Lucretia Watkins von der SVK-ASMPA, Dr. Julie Schwechler von der STVT, Hansueli Beer von der SKG und Dr. Daniel Koch als Vertreter der praktizierenden Tierärzte. Er moderiert die PK.

Die Pressekonferenz findet am Freitag den 2. Februar 2018, um 15.00 in Winterthur, anlässlich der Ausstellung HUND 18 (www.hundemesse.ch) im Vortragsraum der Messe Winterthur statt. Wir bitten um eine Anmeldung bis spätestens 31. Januar.

Pressemitteilung zum Download als pdf-Datei

Kontakt

Lucretia Watkins,
Geschäftsstelle SVK-ASMPA
Hostig 6
8132 Hinteregg
079 584 70 93
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

On October 15th 2017 the dreadful fires that occurred in Portugal burned 200 000 ha (according to the European Forest Fire Information System) and killed 45 people. Thousands of animals have died mainly sheep, goats, poultry and dogs. In this region most people have small properties and depend on agriculture and cheese making. Only in Oliveira do Hospital municipality at least 9000 sheep have died. For a small country like Portugal this is a catastrophe. Farm animals that survived have now nothing to eat since the pastures, hay and feed rooms have been burn to the ground.

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Katzen chippen ist nicht für die Katz!

Tausende Haustiere verschwinden Jahr für Jahr spurlos, davon sind rund 80% Katzen. Ein Mikrochip in der Grösse eines Reiskorns gibt jeder Katze eine unverwechselbare Identität. Mit der Katzenchipaktion im November tragen die Tierärzte dazu bei, dass aufgefundene Katzen wieder zu ihren Besitzern kommen.

Im Gegensatz zu den Hunden, bei denen Identifizierung und Registrierung obligatorisch sind, wurden bisher in der Schweiz nur ungefähr 30% der geschätzten Katzenpopulation elektronisch gekennzeichnet. Deshalb organisieren die Schweizerische Vereinigung für Kleintierärzte (SVK) und die Identitas AG eine Aktion für die elektronische Kennzeichnung von Katzen, damit entlaufene Katzen schneller zu ihren Herrchen und Frauchen zurückfinden.

Herkömmliche Halsbänder und Plaketten mit Adressangaben bleiben oft an Zweigen und Ästen hängen und können eine Gefahr für die Katze bedeuten. Der Mikrochip hat die Grösse eines Reiskorns und wird an der linken Halsseite eingesetzt. Der Routine-Eingriff bereitet der Katze keine Schmerzen und kann somit ohne Narkose erfolgen. Auf dem Mikrochip ist eine einmalige Identifikationsnummer hinterlegt, die mit einem Lesegerät abgefragt werden kann. Bei der Eingabe der Nummer in die Datenbank wird der Tierhalter ermittelt.

Die Polizei, die öffentlichen Behörden und die Kadaver-Entsorgungsstellen sind mehr und mehr mit Lesegeräten ausgerüstet. Dadurch können auch Besitzer von tot aufgefundenen Katzen informiert werden. Ziel der Tierärzteschaft ist es, dass tote Katzen systematisch auf einen Chip untersucht werden. 

Die Aktion läuft vom 1. bis 30. November 2017 - Fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt!

Die Aktion wird unterstützt von:

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Weitere Informationen und Flyer zum Ausdrucken finden Sie hier:

Nach der Aufhebung des obligatorischen Sachkundenachweises durch das Parlament wird ab Anfang 2018 die Kurslücke wieder gefüllt werden, jedoch auf freiwilliger Basis. Das neue Nationale Hundehalter Brevet (NHB) wird vom Verband Kynologie Ausbildungen Schweiz (VKAS) lanciert zusammen mit seinen Mitgliedern, den wichtigsten Schweizer Ausbildungsstätten im Hundewesen. Das NHB sieht im praktischen wie im theoretischen Teil auch eine Prüfung vor.

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Nach einer intensiven Vorbereitungszeit ist die Gesundheitsdatenbank PHD (Pet Health Data) aktiv und steht für die Eingabe der Patellaluxations-Gutachten bereit. Bald wird auch das Dysplasie-Tool für die HD- und ED-Gutachten fertiggestellt.

Mit dem Aufschalten der PHD ist gleichzeitig der freiwillige Gesundheitsfünfliber für den Aufbau der Gesundheitsdatenbank und die Förderung von Gesundheitsprojekten für Heimtiere in Amicus und Anis aktiviert worden.

Der Vorstand der SVK hofft auf die Solidarität der Tierärzteschaft im Allgemeinen und auf diejenige der SVK-Mitglieder im Besonderen – die Mitgliederversammlung der SVK hat sich dafür ausgesprochen bei Ihren Mitgliedern den Gesundheitsfünfliber direkt zu aktivieren – und empfiehlt, dieses zukunftsträchtige Projekt tatkräftig zu unterstützen.

Mit der PHD besitzt die Schweizerische Tierärzteschaft ein modernes Instrument, das sich in Zukunft beliebig ändern und erweitern lässt. Dank dem Gesundheitsfünfliber kann die PHD nicht nur ausgebaut, sondern es können auch Projekte im Bereich der Heimtiergesundheit finanziell unterstützt werden.

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